Mütze häkeln für Anfänger: Schritt für Schritt mit Umschlag

Wenn Sie als Anfänger eine Mütze häkeln möchten, können Sie mit einem Rechteck beginnen, es zu einem Schlauch schließen und den oberen Rand zusammenziehen. Bei dieser Konstruktion entfallen Zunahmen in Runden. Das hier vorgestellte Modell wird mit festen Maschen ins hintere Maschenglied gearbeitet, sodass elastische Rippen entstehen.

Diese Anleitung beschreibt eine einfache Mütze für Erwachsene mit Umschlag. Sie wird nach Maß gearbeitet: Ihre Maschenprobe und eine Anprobe bestimmen die Anzahl der Maschen und Reihen. Die Zahlen weiter unten sind ein Rechenbeispiel und gelten nur, wenn Ihre Maschenprobe dieselben Werte ergibt.

Mütze häkeln für Anfänger: das Material vorbereiten

  • Ein glattes Garn mittlerer Stärke in einer hellen Farbe, damit die Maschen gut erkennbar sind. Planen Sie als Richtwert 200 bis 250 m ein und passen Sie die Menge an Garn und Maße an.
  • Eine Häkelnadel passend zur Empfehlung auf der Garnbanderole. Eine Nadel von etwa 5 mm kann ein Ausgangspunkt sein, wenn das Garn dafür vorgesehen ist.
  • Eine Wollnadel, eine Schere, ein Maßband und zwei Maschenmarkierer.

Vermeiden Sie beim ersten Versuch stark flauschige Garne. Bewahren Sie die Banderole auf: Sie enthält die Pflegehinweise für die Maschenprobe und die fertige Mütze. Für dieses Modell ist kein Bommel erforderlich.

Die verwendeten Grundtechniken verstehen

Beginnen Sie mit einer Anfangsschlinge: Legen Sie eine Schlaufe, ziehen Sie einen Abschnitt des zum Knäuel führenden Fadens hindurch und legen Sie die neue Schlinge auf die Häkelnadel. Ziehen Sie sie passend, aber nicht fest zu. Ein Umschlag entsteht, indem Sie den Arbeitsfaden über die Häkelnadel legen, um ihn anschließend durch eine Schlinge zu ziehen.

Luftmasche, kurz Lm: Machen Sie einen Umschlag und ziehen Sie den Faden durch die Schlinge auf der Nadel. Mehrere Luftmaschen bilden die Luftmaschenkette am Anfang.

Feste Masche, kurz fM: Stechen Sie in die Masche ein, machen Sie einen Umschlag und holen Sie eine Schlinge. Nun liegen zwei Schlingen auf der Nadel. Machen Sie einen weiteren Umschlag und ziehen Sie ihn durch beide Schlingen.

Hinteres Maschenglied: Die Oberseite einer Masche bildet ein V. Stechen Sie unter den von Ihnen weiter entfernten Schenkel. Der nähere bleibt frei und bildet die Rippenstruktur. Bestimmen Sie nach dem Wenden das hintere Maschenglied erneut aus Ihrer aktuellen Blickrichtung.

Vor der Mütze eine Maschenprobe häkeln

Schlagen Sie 25 Lm an. Häkeln Sie eine fM in die zweite Masche ab der Nadel und anschließend in jede weitere Masche: Sie erhalten 24 fM. Häkeln Sie 1 Lm und wenden Sie. Arbeiten Sie nun 24 fM ins hintere Maschenglied. Wiederholen Sie dies, bis die Probe groß genug ist, um in der Mitte mit Abstand zu den Rändern 10 cm auszumessen.

Die Lm am Reihenanfang zählt nie als fM. Arbeiten Sie die erste fM in die erste Masche der Vorreihe, ohne sie zu überspringen. Setzen Sie einen Markierer in die erste und die letzte fM und zählen Sie in jeder Reihe 24 fM.

Waschen und trocknen Sie die Maschenprobe nach den Angaben auf der Banderole. Legen Sie sie nach dem Trocknen flach hin, ohne sie zu dehnen. Zählen Sie die Maschen auf 10 cm in Reihenrichtung und die Reihen auf 10 cm in der anderen Richtung. Prüfen Sie außerdem, ob sich die Rippen angenehm dehnen und anschließend in ihre Form zurückkehren.

Die Maße des Rechtecks festlegen

Die Anschlagkante und die letzte Reihe bilden später die senkrechte Naht der Mütze. Deshalb bestimmt die Maschenzahl die Höhe, während die Reihenzahl den Umfang bestimmt.

Messen Sie Ihren Kopfumfang. Bei einer elastischen Rippenstruktur können Sie einen ungedehnten Umfang ausprobieren, der etwas kleiner ist, und prüfen, ob er sich ohne Druck dehnen lässt. Bei 56 cm Kopfumfang können beispielsweise zunächst 53 cm als Zielmaß dienen. Diese Differenz von 3 cm ist keine allgemeingültige Regel: Passen Sie sie an das Verhalten Ihrer Maschenprobe an.

Als Beispiel für die Höhe nehmen wir ein 28 cm hohes Rechteck, von dem etwa 5 cm umgeschlagen werden. Das ergibt zunächst ungefähr 23 cm Tragehöhe. Das Zusammenziehen am oberen Rand und die Anprobe können diesen Wert verändern.

Beispiel ausschließlich für diese Maschenprobe Berechnung
14 Maschen auf 10 cm; Höhe 28 cm 28 × 14 ÷ 10 = 39,2, also 39 fM
18 Reihen auf 10 cm; gewünschter Umfang 53 cm 53 × 18 ÷ 10 = 95,4, also etwa 95 Reihen
Luftmaschenkette für 39 fM in der ersten Reihe 40 Lm, dann in der zweiten Lm beginnen

Mit diesen Werten ergeben 39 fM ungefähr 27,9 cm und 95 Reihen ungefähr 52,8 cm vor dem Zusammennähen. Weicht Ihre Maschenprobe ab, rechnen Sie mit Ihren eigenen Werten neu. Übernehmen Sie nicht automatisch 40 Lm und 95 Reihen.

Das Rechteck häkeln

Reihe 1: Schlagen Sie die berechnete Anzahl an Lm an, also die gewünschte Anzahl an fM plus eine. Häkeln Sie eine fM in die zweite Lm ab der Nadel und anschließend je eine fM in jede Lm bis zum Ende.

Reihe 2: Häkeln Sie 1 Lm, wenden Sie und arbeiten Sie je eine fM ins hintere Maschenglied jeder fM der Vorreihe. Behalten Sie genau dieselbe Anzahl an fM bei.

Weitere Reihen: Wiederholen Sie Reihe 2. Im Beispiel ist die erste Reihe in den 95 Reihen enthalten. Messen Sie das Häkelstück regelmäßig im ungedehnten Zustand und prüfen Sie, ob die Seiten gerade bleiben.

Bevor Sie den Faden abschneiden, legen Sie die Anschlagkante und die letzte Reihe probeweise aneinander. Probieren Sie diesen Schlauch am Kopf an, ohne spitze Nadeln zu verwenden. Er soll halten, ohne zu drücken. Fügen Sie Reihen hinzu, wenn der Umfang zu klein ist, und trennen Sie Reihen auf, wenn er zu groß ist.

Die Seitennaht schließen und den oberen Rand zusammenziehen

Lassen Sie etwa 70 cm Faden für das Zusammennähen stehen. Falten Sie das Rechteck so, dass die erste und die letzte Reihe mit ihren Enden genau aufeinanderliegen. Nähen Sie die Kanten mit der Wollnadel zusammen, indem Sie die entsprechenden Maschen verbinden. Halten Sie die Naht elastisch, ohne den Schlauch enger zu ziehen.

Wählen Sie eine der beiden Öffnungen als Oberseite. Führen Sie einen geeigneten, reißfesten Faden gleichmäßig durch die Reihenenden rund um diese Öffnung, wie einen Kräuselfaden. Ziehen Sie die Öffnung nach und nach zu, ohne den Faden zu zerreißen. Schließen Sie das verbleibende kleine Loch mit einigen überkreuzten Stichen und vernähen Sie den Faden auf der Innenseite.

Am zusammengezogenen oberen Rand entsteht etwas Materialstärke, besonders bei dickem Garn. Wenden Sie die Mütze, schlagen Sie den unteren Rand um und probieren Sie sie an. Passen Sie den Umschlag an die gewünschte Höhe an.

Häufige Schwierigkeiten beheben

Das Rechteck wird breiter oder schmaler: Zählen Sie die fM nach. Häufig wurde am Reihenende eine Masche vergessen oder eine zusätzliche Masche in die Wendeluftmasche gearbeitet.

Der Umfang ist zu eng: Fügen Sie vor dem Zusammennähen Reihen hinzu. Mehr Maschen in der Luftmaschenkette würden die Höhe verändern, nicht den Umfang.

Die Mütze ist zu hoch: Probieren Sie einen breiteren Umschlag. Um die Höhe des Rechtecks tatsächlich zu verringern, müssen Sie mit weniger Maschen neu beginnen.

Der Faden reißt beim Zusammenziehen: Ziehen Sie nicht mit Gewalt. Verwenden Sie einen stärkeren Faden zum Zusammennähen und schließen Sie die Öffnung schrittweise. Ist das Maschenwerk zum vollständigen Zusammenziehen zu dick, schließen Sie das Loch mit einigen Stichen.

Auch eine fertige Mütze auswählen

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Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung verwendet die klassische Rechteckkonstruktion mit Berechnungen passend zu Ihrer Maschenprobe. Zum Lesen englischsprachiger Anleitungen: Abkürzungen des Craft Yarn Council ; die feste Masche entspricht in der US-Terminologie „single crochet“.